Was ist ein Minikredit?



Selbst in einem gut geführten Haushalt kommt es ab und zu vor, dass man seine finanzielle Lage etwas überschätzt, sodass es eventuell zu einem Engpass kommt. In diesem Fall kann ein Minikredit Abhilfe schaffen, falls keine finanziellen Rücklagen vorhanden sind, auf die man im Notfall zurückgreifen könnte. Im folgenden Artikel gehen wir auf die wichtigsten Merkmale dieser Kreditart ein und setzen die Vorteile- sowie Nachteile im Bezug zu anderen Darlehensarten in Vergleich.

Minikredit als Alternative zum Dispokredit

Minikredite sind auch unter der Bezeichnung Kurzkredite bekannt. Bei einem Minikredit können kleinere Geldbeträge zwischen 100 und 3000 Euro zur Überbrückung finanzieller Engpässe beantragt werden. Da ein Minikredit wesentlich schneller und unkomplizierter beantragt werden kann als die Beantragung eines Kreditrahmens für das Girokonto, stellt der Minikredit eine immer öfter genutzte Alternative zur Kontoüberziehung dar. Da viele Kreditinstitute mittlerweile das Identverfahren per Video nutzen, um die Identität des Antragstellers zu bestätigen, lässt sich ein Minikredit schnell und bequem online beantragen.

Wissenswerte Informationen zum Minikredit

Die Minikredit sind eine Kreditart, die erstmals in den USA von diversen Kreditinstituten angeboten wurde. Von dort aus wurden sie unter der Bezeichnung “Pay-Day Loans” nach Großbritannien, Kanada sowie Australien importiert. Der Name lässt sich ins Deutsche mit Zahltagkredit übersetzen und gibt somit Auskunft über die Konditionen und den vorgesehenen Einsatzbereich dieser Kreditart. Demnach muss ein Minikredit innerhalb von 30 Tagen oder bei Auszahlung des nächsten Gehalts bzw. Lohns zurückbezahlt werden. Im europäischen Raum weichen die Kreditanbieter vom Grundgedanken des Minikredits etwas ab. In Deutschland werden beispielsweise Kreditsummen von bis zu 3000 Euro gewährt bei einer Laufzeit zwischen einem und sechs Monaten. Die Zinsen hängen wie bei allen anderen Kreditarten in erster Linie von der Laufzeit und dem Darlehensbetrag ab.

Vor- und Nachteile von Minikrediten

Ein Minikredit lässt sich über das Internet beantragen und der Antrag wird in vielen Fällen binnen kürzester Zeit bearbeitet. Es müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der Antragsteller muss mindestens 18 Jahre als sein, bei einigen Anbietern ist jedoch ein Mindestalter von 21 Jahren vorgesehen.
  • Wohnsitz in Deutschland, gültiger Personalausweis sowie ein deutsches Girokonto.
  • Einkommen von mindestens 600 Euro im Monat.

Von Vorteil ist zudem, dass ein Minikredit in vielen Fällen sogar bei einem negativen Schufa-Eintrag gewährt wird. Die Aufnahme dieser äußerst komfortablen Kreditart sollte jedoch gut überlegt werden, da sie mit relativ hohen Gebühren verbunden ist. Ein bewilligter Minikredit wird in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Werktagen auf das Konto des Antragstellers ausgezahlt.

Als Nachteil können die hohen Gebührenforderungen betrachtet werden, die bei zusätzlichen Leistungen anfallen. Auch die Tatsache, dass die Zinsen für einen Minikredit deutlich höher ausfallen als bei einem traditionellen Ratenkredit sollte eigentlich keinen überraschen.
Der Minikredit sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn akute finanzielle Engpässe überwunden werden sollen und das Geld sofort benötigt wird. Dafür sollte man sich genauestens über die Minikredite informieren und unterschiedliche Anbieter und ihre Kreditangebote untereinander vergleichen. Ohne einen umfassenden Vergleich der unterschiedlichen Anbieter sollte man keinen Minikredit aufnehmen.

Wann wird ein Minikredit verwehrt

Personen, die vor kurzem eine Privatinsolvenz angemeldet haben, werden nur in den seltensten Fällen für einen Minikredit zugelassen. Ein negativer Schufa-Eintrag ist hingegen weniger wichtig als bei einem traditionellen Ratenkredit, da im Rahmen eines Minikredits geringere Darlehensbeträge und kürzere Laufzeiten gewährt werden. Interessenten, die bereits eine eidesstattliche Versicherung abgeben mussten, bekommen in der Regel keinen Minikredit bewilligt. Das Gleiche gilt für Personen, die per Haftbefehl gesucht werden.
Interessenten, die von den obigen Kriterien direkt betroffen sind, können einen Minikredit ausschließlich gegen Hinterlegung relevanter Pfandsachen bekommen. Dies hängt jedoch von dem einzelnen Kreditanbieter ab, da es für die Vergabe von Minikrediten keine staatlichen Richtlinien gibt.

Können Studenten oder Auszubildende einen Minikredit beantragen?

Für Auszubildende und Studenten gelten die gleichen Kriterien wie für andere Antragsteller. Die Hauptvoraussetzungen sind Volljährigkeit und ein regelmäßiges monatliches Einkommen in Höhe von mindestens 600 Euro. Wie alle anderen Personengruppen müssen auch Studenten und Auszubildende in der Lage sein, das Darlehen inklusive Zinssatz in dem vorgesehenen Zeitraum zurückzuzahlen.

Die Anbieter von Minikrediten unterscheiden sich durch einige Kriterien voneinander, während in einigen Aspekten weitestgehend eine Übereinstimmung herrscht. Die wesentlichen Unterschiede sind:

  • Zinssatz
  • Auszahlungen der Kreditsumme
  • Relevanz negativer Schufa-Einträge

Einheitlich bei allen Anbietern sind die einfache Antragstellung über das Internet sowie die hohen Kosten für zusätzliche Leistungen.

Fazit

Minikredite eignen sich bestens dazu, um akut auftretende finanzielle Engpässe zu überwinden. Sie zeichnen sich in erster Linie durch ihre einfache Online-Beantragung aus und die schnelle und unkomplizierte Auszahlung der bewilligten Geldsumme. Aufgrund der hohen Zinsen sollte ein Minikredit jedoch als die letzte Alternative betrachtet werden.